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Rhythmus und Struktur
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In meiner Kindheit wurde ich mit Nicht-Überfluß in einem totalitären Staat
konfrontiert, in meiner Jugend erlebte ich Überfluss und Konsum in einer Demokratie.
Zwei sehr gegensätzliche Lebensumstände, die mich beide in gewisser Weise geprägt haben.
Ein Spannungsfeld, aus dem heraus in den letzten Jahren die meisten meiner Arbeiten
entstanden sind. |
In den kleinen Dingen des Alltags öffnen sich mir Welten, in denen ich zu lesen versuche.
Es werden Gesetzmäßigkeiten erkennbar und gleichzeitig erfahre ich ungeahnte Freiräume.
In den kleinen Dingen des Alltags finde ich Stille. |
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Donaukurier Ingolstadt 1. Juli 2011 Pfaffenhofen (DK) Eine wundersame Rauminstallation ist das: Mit Gläsern voller
monochromer Farbe in austarierter Folge, hochästhetischen linearen Metallformen
darunter und das alles eingebunden in ein Spiel fremder Industriematerialien flächenfüllend
auf dem Boden. |
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Doch Vorsicht: Das kleine Kabinett in der großen Kulturhalle, das scheinbar Konkrete
Kunst zeigt, ist ein Augentäuscher! Das einzige Nicht-Kunstwerk der Ausstellung "Mawaart.
Kunst an 1000 Bügeln" ist die Präsentation im Kabinett. Mit ihr wusste lediglich der
Kleiderbügelhersteller Mawa, jener weltweit marktführende Pfaffenhofener Betrieb, seine
Produkte und deren Materialien kreativ ins Licht zu rücken. Um Kleiderbügel geht es aber
auch im großen Rest der Ausstellungslocation. Das liegt am Kunstwettbewerb, den Mawa für
Kunstschaffende der Region zum Thema ausgeschrieben hat. Der künstlerische Blick auf das
firmeneigene Produkt, einen an sich banalen Alltagsgegenstand, war einzige Vorgabe des
offenen, unjurierten Wettbewerbs - entsprechend bunt ist die Schau mit Arbeiten aller
42 Einreicher geworden, die heute abend um 19.30 Uhr eröffnet wird. |
Über vieles davon muss man schmunzeln, über einiges den Kopf schütteln,
und über anderes ehrfurchtsvoll staunen. Etwa über die feinen Arbeiten der Berufskünstlerin
Beatrix Eitel, die zweifelsfrei zu den besten der Schau gehören. Das lineare Moment der
Kleiderbügel nimmt die 47-Jährige reduziert als Bleistiftzeichnung auf Seidenpapier auf;
hintereinandergelegt ergeben sich berückende, ebenso abstrakte wie narrative Formen. Wie
Zeichnungen wirken auch ihre seriellen Kleiderbügel-Wandobjekte; "Drahtzeichnungen" heißen
sie zurecht. |
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Donaukurier Ingolstadt 4./5. Feb. 2006 Die Jahresausstellung des BBK in der Harderbastei steht unter dem Motto mit Ziel Mallorca" |
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Ingolstadt (DK) Die Siegergruppe residiert am hinteren Ende
der Harderbastei, aber bis dahin hat man schon viel Erstaunliches gesehen.
Eine meterlange Riesentafel beispielsweise mit menschengroßen Holzgenossen,
Tischkickergeschirr, Flaschenpost, Dunkelkabinett und Kreidegästen. Papierröhren,
die zwischen bunten Bildfahnen von der Decke hängen. Rostige Bodenspiegeldrehscheiben.
Köpfe in Kübeln. Filigrane Latexfinger und Lämmer in Regalen in Reih und Glied. |
Oder Rahmen wie in Beatrix Eitels verblüffender Installation - eine der gelungensten
Arbeiten der Schau. Sage und schreibe 60 Mittelmeerinseln sägte sie als Negativform
aus 60 Sperrholzplatten aus, die sich nun wie Dias aus dem Projektor seitlich aus der
Kiste ziehen lassen. Und im Durchblick von vorn nach hinten geheimnisvoll krösige
Innenkörperlichkeit bilden. Dazu Rauschs zum langen Querformat gefügte und
fotofarbtapezierte Kiste (wunderbarer Momenteindruck vielleicht flatternder Wäsche unter
Bäumen), Ackermanns leinwandbespanntes bedrucktes Exemplar, Rischs zum Boot für seltsam
dunkle Holzobjekte gewordene "caja": Sie werden im Herbst als Sieger nach Mallorca reisen. |
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Zeitungsartikel im Donau-Kurier zu meiner Ausstellung in der Harderbastei 2005 |
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Ingolstadt (DK) Sie machen Musik: die Klangperformerin Limpe Fuchs
und die Künstlerin Beatrix Eitel. Die eine zur Vernissage und später noch einmal in einem
Konzert mit "Saiten, Röhren, Stäben", die andere vier Wochen lang mit Draht, Pinsel,
Baumwollstreifen. Rhythmus, sagt Eitel während des Aufbaus ihrer Ausstellung in der
Harderbastei, sei wesentlich für sie in ihrer Arbeit; nicht zufällig liefert die renommierte
Experimentalmusikerin Fuchs also das Rahmenprogramm zur Schau, die sie auch einbezieht in
ihre Klangperformance. Akustische zu optischen Kompositionen - denn als solche versteht Eitel
ihr aktuelles Werk.
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Kleiderbügellabyrinthe, lineare Werke aus Drahthängern, die in fast floralen Bildern ihre
eigene mysteriöse Form behaupten. Denn Eitel biegt und ändert nichts, sondern fixiert die
Bügel lediglich einen an den anderen. Worauf prompt deren Prototypik zusammengeht zu fast
traditionellen Mustern. Haken winden sich zu stilisierten Blumenkränzen, Einbuchtungen schreiben
schwungvolles Design. Das ist Umdeutung von Alltagsmaterial und zugleich Bügel exemplarisch!
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